Wer Musik kostenlos herunterladen möchte, sucht entweder neue Songs für die eigene Sammlung oder eine passende Tonspur für ein Projekt. Fürs Hören sind Jamendo und kostenlose Bandcamp-Veröffentlichungen gute Einstiegspunkte. Free Music Archive bietet weitere Genres; OpenTracks und die YouTube-Audiomediathek richten sich stärker an die Suche nach Hintergrundmusik.
Die folgenden fünf Websites bieten offizielle Wege zum Audio-Download. Welche Titel verfügbar sind und was du damit machen darfst, hängt von der jeweiligen Veröffentlichung ab. Es handelt sich weder um einen kostenlosen Katalog sämtlicher Chart-Hits noch um eine Liste von Streaming-Abos mit appinternem Offline-Speicher.
Die Download-Websites im Vergleich
| Website | Besonders geeignet für | Was kostenlos ist |
|---|---|---|
| Jamendo Music | Privates Hören und Suche nach Genres | Titel mit freigeschaltetem Download |
| Bandcamp | Alben einzelner Künstler und unabhängiger Labels | Nur Gratisangebote oder Veröffentlichungen mit Mindestpreis null |
| Free Music Archive | Musikalische Entdeckungen und Informationen zur Weiternutzung | Kostenloses Archiv mit titelabhängigen Bedingungen |
| OpenTracks | Videos, Spiele, Präsentationen und kurze Musikbetten | Kostenlose Nutzung innerhalb der jeweiligen Lizenz |
| YouTube-Audiomediathek | Hintergrundmusik und Effekte für YouTube-Videos | Studio-Downloads; teilweise mit Pflicht zur Quellenangabe |
1. Jamendo Music — unabhängige Musik entdecken
Jamendo Music eignet sich, wenn du neue Künstler kennenlernen und nicht nur einen bestimmten bekannten Hit finden möchtest. Genres, Playlists und Künstlerseiten helfen beim Stöbern. Die Oberfläche lässt sich auf Deutsch umstellen, sodass die Orientierung im Katalog leichter fällt.
Künstler können kostenlose Downloads deaktivieren. Entscheidend ist deshalb die Download-Option beim einzelnen Titel. Jamendo Licensing, das auf derselben Website beworben wird, behandelt Lizenzen für Projekte und geschäftliche Nutzung. Ein für privates Hören gespeicherter Song ist dadurch nicht automatisch für ein Werbevideo freigegeben.

So funktioniert der Download
- Öffne Jamendo Music und wähle bei Bedarf Deutsch im Sprachmenü.
- Höre einen Titel an und öffne seine Download-Option, sofern sie verfügbar ist.
- Melde dich an, falls verlangt, prüfe die angezeigten Bedingungen und speichere die Datei. Für eine Veröffentlichung prüfst du die Lizenz gesondert.
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2. Bandcamp — kostenlose Veröffentlichungen und frei wählbare Preise
Bandcamp ist interessant, wenn du gern ein komplettes Album entdeckst, die Beschreibung liest und weitere Werke desselben Künstlers suchst. Manche Veröffentlichungen sind kostenlos oder haben einen frei wählbaren Preis. Der Tag free download hilft bei der Suche, garantiert aber nicht den aktuellen Preis jedes Treffers.
Auch bei „name your price“ kann ein Mindestbetrag gelten. Nur wenn null erlaubt ist, kannst du diese Möglichkeit nutzen. Bandcamp kann dafür eine E-Mail-Adresse zum Versand des Download-Links verlangen; ein solcher Gratisdownload landet nicht automatisch in deiner Fan-Sammlung. Rechte zur Verwendung in einem eigenen Projekt sind ebenfalls separat zu prüfen.

So funktioniert der Download
- Öffne eine als kostenlos oder mit frei wählbarem Preis angebotene Veröffentlichung.
- Prüfe den Mindestpreis im Kauf- beziehungsweise Download-Dialog und gib nur dann 0 ein, wenn dies erlaubt ist.
- Folge dem Download-Link und wähle ein angebotenes Format. Entpacke ein Album im ZIP-Format, bevor du seine Audiodateien abspielst.
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3. Free Music Archive — Genres und Lizenzen gezielt prüfen
Free Music Archive, kurz FMA, bietet einen weiteren Zugang zu unabhängiger Musik. Über Genres und Künstlerseiten kannst du etwa Instrumentalmusik, elektronische Stücke oder Folk entdecken. Die Navigation ist überwiegend englisch; Hörproben und Genrebezeichnungen helfen dennoch bei der Auswahl.
Prüfe bei jedem Titel die angegebene Lizenz. Creative-Commons-Bedingungen können Namensnennung verlangen oder kommerzielle Nutzung und Bearbeitungen einschränken. Der Name des Archivs bedeutet nicht, dass alle Aufnahmen ohne Bedingungen verwendet werden dürfen. Auch das verlinkte PRO-Angebot ist eine eigene, kostenpflichtige Lizenzoption.

So funktioniert der Download
- Gehe ins kostenlose Archiv und wähle ein Genre oder suche einen Künstler.
- Öffne die Titelseite, höre die Aufnahme an und lies die Lizenzangaben.
- Nutze die Download-Funktion und erledige gegebenenfalls die Anmeldung oder Bestätigung. Bewahre bei Projektnutzung die Quell-URL und Lizenz zusammen mit der Datei auf.
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4. OpenTracks — Hintergrundmusik für Videos und andere Projekte
OpenTracks hieß zuvor DOVA-SYNDROME und wurde am 15. September 2026 umbenannt. Die englische Oberfläche bietet einen Zugang zu Hintergrundmusik und kurzen Jingles. Der Dienst passt eher zur Suche nach einer Stimmung für eine Szene als zur Suche nach bekannten Pop-Veröffentlichungen.
Die Standardlizenz erlaubt bestimmte Einsätze als Hintergrundmusik, auch in kommerziellen Projekten. Sie ist aber keine pauschale Erlaubnis, die Audiodateien weiterzuverteilen oder als Musikzusammenstellung erneut hochzuladen. Lies zusätzlich die Bedingungen des jeweiligen Komponisten, bevor du einen Titel einsetzt.

So funktioniert der Download
- Öffne den englischen Katalog und suche nach einer passenden Stimmung oder Kategorie.
- Höre den Titel an und prüfe die Informationen zur Aufnahme, zum Urheber und zur Nutzung.
- Gehe zur offiziellen Download-Seite und speichere die Datei. Notiere die Quelle und nutze die Aufnahme nur im erlaubten Zusammenhang.
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5. YouTube-Audiomediathek — MP3-Dateien für Videoprojekte
Wenn du ein Video vertonen möchtest, ist die Audiomediathek in YouTube Studio ein direkterer Einstieg als die Suche nach gewöhnlichen Musikvideos. Du kannst Produktionsmusik und Effekte filtern und vorhören. Das Angebot ist von YouTube Music zu unterscheiden.
Musiktitel lassen sich als MP3 herunterladen. Achte auf die Lizenz und darauf, ob eine Quellenangabe erforderlich ist; gegebenenfalls kopierst du die bereitgestellten Angaben in die Videobeschreibung. Für andere Plattformen oder Kundenprojekte prüfst du die konkreten Bedingungen, statt alle Aussagen zu YouTube pauschal zu übertragen.

So funktioniert der Download
- Melde dich in YouTube Studio an und öffne die Audiomediathek oder den offiziellen Direktlink.
- Filtere die Auswahl, höre Titel an und prüfe die Angaben zur Lizenz und Namensnennung.
- Lade die MP3-Datei herunter und übernimm die erforderlichen Quellenangaben in dein Projekt.
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Musik auswählen und Dateien richtig speichern
Für eine private Musiksammlung bieten sich Jamendo und geeignete Bandcamp-Veröffentlichungen an. Für eine Video-Tonspur wählst du besser anhand der erlaubten Nutzung. „Kostenlos“, „royalty-free“ und „GEMA-frei“ beantworten unterschiedliche Fragen; keine dieser Bezeichnungen ersetzt das Lesen der konkreten Nutzungsbedingungen.
Am Computer findest du Dateien über den Download-Verlauf des Browsers und den eingestellten Zielordner. Auf dem iPhone liegen Browser-Downloads normalerweise in der Dateien-App am festgelegten Speicherort und erscheinen nicht automatisch in Apple Music. Unter Android helfen die Download-Liste und der Dateimanager. Falls der offizielle Ablauf mobil nicht funktioniert, lade am Computer herunter und übertrage die Datei.
MP3 ist meist die unkomplizierte Wahl für verschiedene Player. FLAC eignet sich bei entsprechendem Ausgangsmaterial für verlustfreie Speicherung, benötigt aber mehr Platz. Eine Umwandlung von schlechterem Ausgangsmaterial in FLAC stellt verlorene Details nicht wieder her. Entpacke ZIP-Alben und speichere bei Projekten auch Titel, Urheber, Quelle und Lizenz.
Häufige Fragen
Kann ich damit jeden bekannten Song kostenlos herunterladen?
Nein. Die Auswahl umfasst Werke, deren Urheber oder Bibliotheken Downloads anbieten. Sie ersetzt keinen vollständigen kommerziellen Musikkatalog.
Darf die Musik in einem monetarisierten Video laufen?
Nur wenn die konkrete Lizenz diesen Einsatz erlaubt. Prüfe kommerzielle Nutzung, Namensnennung und Bearbeitungen vor der Veröffentlichung.
Ist ein frei wählbarer Preis bei Bandcamp immer null?
Nein. Es kann ein Mindestpreis gelten. Null ist nur möglich, wenn die Veröffentlichung das ausdrücklich zulässt.
Warum fehlt der Download-Button?
Der Künstler kann Downloads abgeschaltet haben, das Angebot kann kostenpflichtig sein oder eine Anmeldung voraussetzen. Prüfe zuerst die Hinweise auf der offiziellen Titelseite.
Warum erscheint die Datei nicht in meiner Musik-App?
Ein Browser-Download speichert normalerweise eine Datei im Gerätespeicher. Öffne sie mit einem kompatiblen Player oder importiere sie über die Funktion deiner App.
Bedeutet royalty-free automatisch kostenlos?
Nein. Der Begriff beschreibt Lizenzbedingungen und nicht zwingend den Preis. Prüfe sowohl die Kosten als auch die erlaubten Nutzungen.
Welche Website passt zu dir?
Beginne mit Jamendo oder einer kostenlosen Bandcamp-Veröffentlichung, wenn du neue Musik zum Hören suchst. FMA ergänzt die Auswahl, sobald du tiefer in Genres und die Bedingungen einzelner Aufnahmen einsteigen möchtest.
Für Hintergrundmusik sind OpenTracks und die YouTube-Audiomediathek gezieltere Einstiege. Lade zunächst einen passenden Titel herunter, teste ihn im gewünschten Player oder Schnittprogramm und sichere die Lizenzinformationen. So entsteht eine Sammlung, die du später auch sinnvoll wiederverwenden kannst.
Lieber direkt hören? Hier findest du unseren Vergleich kostenloser Musik-Websites.