Plaud Note im Test: Der KI‑Taschenrekorder, der Ihren Workflow verändern könnte
Ein ultradünner, KI‑gestützter Rekorder, der Transkripte, Zusammenfassungen und Telefonaufnahmen automatisiert — ideal für Meetings, Journalisten und Studierende.
Detaillierte Bewertungen
Vorteile
✅ Sofortige, KI-gestützte Zusammenfassungen
✅ Präzise Transkriptionen in mehreren Sprachen
✅ Telefonate aufzeichnen ohne spezielle Apps
✅ Mindmaps, Stichpunktlisten und Sprechererkennung
✅ Cloud-Synchronisation und unbegrenzter Speicherplatz
Nachteile
❌ Keine Integration mit Notion, Google Kalender oder Siri
❌ Proprietäres Ladekabel
❌ Keine Live-Aufnahme und -Transkription möglich (Datei muss zuerst hochgeladen werden)
In einer Welt voller Produktivitäts-Apps und Sprachnotizen auf dem Smartphone sticht die Plaud Note heraus: ein dediziertes, KI-gestütztes Voice-Recorder, das sich wirklich für den Alltag anfühlt. Es ist mehr als ein Rekorder — ein persönlicher Meeting-Assistent, Ideenspeicher und Inhaltsorganisator in einem Gehäuse, das dünner ist als eine Kreditkarte.
Wie schlägt es sich im täglichen Einsatz? Wir werfen einen genauen Blick auf Design, KI-Funktionen, Leistung und darauf, ob es Ihren Workflow wirklich bereichert.
Design & Erste Eindrücke

Schlank, minimalistisch und taschentauglich
Auf den ersten Blick wirkt die Plaud Note eher wie eine futuristische Zugangskarte als ein Aufnahmegerät. Sie ist außerordentlich dünn (nur etwa 3 mm), sehr leicht (~30 Gramm) und passt problemlos in Tasche oder Geldbeutel. Dank eines MagSafe-kompatiblen Case lässt sie sich sogar am Smartphone befestigen.
Ein taktiler Kippschalter wechselt zwischen zwei Modi: Umgebungsaufnahme (für Meetings, Vorlesungen etc.) und Telefonaufzeichnung (dazu gleich mehr). Ein einfacher Knopfdruck startet die Aufnahme — keine App, kein Entsperren, keine Verzögerung.
Verarbeitungsqualität & Zubehör
Das Gehäuse aus Aluminiumlegierung wirkt hochwertig. Zum Lieferumfang gehören ein magnetischer Handy-Ring, ein spezielles magnetisches USB‑C-Ladekabel und ein elegantes Reiseetui. Zusammen hinterlässt das Gerät einen sehr soliden Eindruck.
Setup & Erste Schritte
Der Einstieg ist simpel. Laden Sie die Plaud App (iOS, Android, Web) herunter, koppeln Sie das Gerät per Bluetooth oder WLAN — und starten Sie die Aufnahme. Aufwändige Einstellungen sind nicht nötig.
Jede Aufnahme synchronisiert sich automatisch mit der App, wo die KI sofort mit der Verarbeitung beginnt.
Aufnahmen im Alltag: So ist die Nutzung
Meeting-Modus (Umgebungsaufnahme)
Ob Konferenzraum oder belebtes Café — die Plaud Note liefert überraschend klare Aufnahmen. Die eingebauten Mikrofone sind sehr empfindlich, und die Transkripte bleiben auch bei Hintergrundlärm bemerkenswert akkurat.
In einem Test mit vier schnell sprechenden Teilnehmern erhielten wir innerhalb kurzer Zeit ein sauberes Transkript mit Sprecherekennung, stichpunktartigen Zusammenfassungen und sogar einer automatisch erzeugten Aufgabenliste.
Telefonmodus – Der clevere Trick

Im Call-Modus kommt die Plaud Note mit einem Vibrationsleitersensor (VCS), der Ihre Seite des Gesprächs über die Telefonoberfläche aufzeichnet. Das klingt futuristisch — funktioniert aber sehr gut. Die Sprachqualität ist klar, und der Vorteil: keine zusätzliche Software auf dem Telefon nötig.
Das ist besonders praktisch für Journalisten, Ärzte oder alle, die wichtige Telefonate später nochmal überprüfen möchten.
Spontane Notizen
Für spontane Einfälle oder Einkaufslisten halten Sie einfach den Knopf gedrückt, nehmen auf und lassen die KI den Rest erledigen. Sie transkribiert, generiert Stichpunkte und schlägt bei Bedarf Erinnerungen vor — fast schon ein bisschen magisch.
KI-gestützte Funktionen

Transkription (Whisper-Modell)
Plaud Note nutzt OpenAIs Whisper, eine der zuverlässigsten Speech-to-Text-Engines. In unseren Tests funktionierte sie gut bei Akzenten, schnellen Sprechern und Übersprechungen.
Die Unterstützung von über 110 Sprachen macht das Gerät besonders nützlich für internationale Teams oder mehrsprachige Studierende.
Intelligente Zusammenfassungen mit GPT-4 und Claude
Das spannendste Feature sind die KI-Zusammenfassungen. Aus vorgegebenen Vorlagen wie „Meeting-Zusammenfassung“, „Interview-Übersicht“ oder „Vorlesungsnotizen“ erstellt die App kompakte, strukturierte Zusammenfassungen des Transkripts — schnell und detailliert, inklusive:
- To-dos und Entscheidungen
- Mindmaps
- Wichtige Zitate
- Q&A-Auszüge
Bearbeiten, exportieren oder teilen lässt sich alles direkt in der App — lästiges Nacharbeiten entfällt größtenteils.
Akkulaufzeit & Speicher
- Akkulaufzeit: 30 Stunden Aufnahme, 60 Tage Standby.
- Speicher: 64 GB intern (ca. 480 Stunden Audio)
Im Alltag reicht eine Ladung meist für mehrere Tage oder etwa eine Woche bei moderater Nutzung. Das magnetische Ladekabel ist praktisch, wirkt aber proprietär — ein offener USB‑C-Port wäre hier wünschenswert gewesen.
App-Erlebnis
Die Plaud App ist ausgereift und leicht zu bedienen. Sie fungiert als zentrales Dashboard, in dem Sie:
- Alle Aufnahmen verwalten
- Transkripte bearbeiten
- KI-Zusammenfassungsmodi auswählen
- Dateien teilen oder exportieren
Sie erhalten 300 kostenlose Minuten pro Monat; der Pro-Plan mit 1.200 Minuten/Monat kostet etwa ~99 $/Jahr.
Für wen ist es geeignet?
- Berufstätige mit vielen Meetings: Automatisch erstellte Zusammenfassungen sparen wöchentlich Stunden.
- Studierende: Vorlesungsmodus und Mindmaps sind hilfreich für die Prüfungsvorbereitung.
- Journalisten: Sofortige Telefonaufnahmen und knackige Interview-Zusammenfassungen.
- Remote-Teams: Einfaches Transkribieren und Zusammenfassen von Stand-ups oder Brainstormings.
- Content-Ersteller: Ideen, Podcast-Interviews und Clips schnell festhalten.
Wenn Sie viele Meetings haben, Ordnung in Ihre Notizen bringen möchten oder Ihre Gedanken digitalisieren wollen, lohnt sich die Anschaffung definitiv.
Plaud Note vs. Alternativen
| Funktion | Plaud Note | Smartphone + App | NotePin (Plauds Wearable) |
|---|---|---|---|
| Telefonaufzeichnung | ✅ Ja | ? Nicht zuverlässig | ? Nein |
| KI-Zusammenfassungen | ✅ Ausgezeichnet | ⚠️ Hängt von der App ab | ✅ Ähnlich |
| Design | ✅ Schlanke Karte | ⚠️ Sperrig | ✅ Wearable |
| Akkulaufzeit | ✅ 30h | ⚠️ Variiert | ⚠️ 20h |
| Preis | ? 159 $ | ✅ Kostenlose Tools | ? 169 $ |
Sollten Sie es kaufen?
Kaufen Sie es, wenn:
- Sie häufig Meetings oder Anrufe aufzeichnen
- Sie von einer Flut ungeordneter Notizen genervt sind
- Sie ein zeitsparendes Produktivitätstool suchen
Überspringen Sie es, wenn:
- Sie selten Sprachnotizen machen
- Sie mit den existierenden Telefon-Apps zufrieden sind
- Sie tiefe Integrationen in andere Tools benötigen
Fazit
Die Plaud Note ist eines dieser Gadgets, von denen man erst später merkt, wie nützlich sie ist. Sie versucht nicht, alles zu sein — und das ist zugleich ihre Stärke. Ihr Fokus liegt klar darauf, gesprochene Inhalte zuverlässig einzufangen und in strukturierte, nutzbare Zusammenfassungen zu verwandeln, damit Sie weiterarbeiten können.
Sicher gibt es Raum für Verbesserungen, vor allem bei Integrationen und offeneren Workflows. Aber die Kern-Erfahrung ist überzeugend. Für Vielnotierer, Meetingmüde oder alle, die aufhören wollen, Anrufprotokolle manuell zu tippen, ist dieses kleine Gerät eine lohnende Investition.